2021 DEKV Vorstand

Organisation

Christoph Radbruch

DEKV Vorsitzender

Christoph Radbruch ist seit 2015 Vorsitzender des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes e. V. (DEKV). Bis Februar 2020 verantwortete er als Vorstandsvorsitzender die Pfeifferschen Stiftungen Magdeburg, der größten sozialen Komplexeinrichtung in Sachsen-Anhalt. Davor war er Superintendent in der Evangelischen Kirche im Rheinland. Als Vorsitzender des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes e. V. (DEKV) vertritt er die evangelischen Krankenhäuser in den Gremien der Diakonie Deutschland, der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) sowie gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Kommunikation in Richtung Politik, Verbände, Kirche und Mitarbeitende setzt er beim diakonischen Profil als dem Dreiklang aus Wirtschaftlichkeit, Professionalität und Ethik.

Christoph Radbruch ist ordentliches Mitglied im Präsidium und im Vorstand der Deutschen Krankenhausgesellschaft sowie in der Konferenz für Diakonie und Entwicklung und im „Ausschuss Diakonie“ des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung (EWDE).

Andrea Trenner

Andrea Trenner

Stellvertretende Vorsitzende DEKV

„Angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels müssen Pflegeberufe für junge Schulabgängerinnen und Schulabgänger dringend an Attraktivität gewinnen. Wir müssen ihnen Argumente dafür liefern, sich für einen Beruf im Pflegebereich zu entscheiden. Wenn wir die Durchlässigkeit innerhalb des Berufsfeldes erhöhen und die Anerkennung von beruflichen Qualifikationen sicherstellen, geben wir den Absolventinnen und Absolventen spannende berufliche Perspektiven. Beste Voraussetzung hierfür ist eine einheitliche und generalistische Pflegeausbildung, die vielfältige Entwicklungschancen bietet.“

Holger Stiller

Dr. med. Holger Stiller

Schatzmeister DEKV sowie Krankenhausdirektor, Florence-Nightingale Krankenhaus und Vorstand Kaiserswerther Diakonie

„Evangelische Krankenhäuser zeichnen sich durch vermehrte persönliche Zuwendung zum Patienten und durch qualitativ hochwertig medizinische und pflegerische Versorgung auf Basis des diakonischen Gedankens aus.

Durch unsere gemeinsame Wertekultur sind christliche Träger in der deutschen Krankenhauslandschaft unverzichtbar. Um unser gemeinsames Werte- und Zielbild weiterzuentwickeln, bedarf es daher eines trägerübergreifenden gemeinsamen Wirkens, aber auch einer guten interprofessionellen Zusammenarbeit. Um wertschöpfende Zusammenarbeit zu gewährleisten, müssen die unterschiedlichen Berufsgruppen aufeinander zugehen und gegenseitiges Verständnis finden sowie althergebrachte Strukturen und Denkweisen verändern. Die neue Generation macht es vor und wir tun als Krankenhausträger gut daran, dem Nachwuchs noch einen größeren Gestaltungsspielraum bei der Arbeit in unseren Krankenhäusern einzuräumen.“ 

Matthias Adler

Matthias Adler

Mitglied des Vorstands DEKV

„Gern bringe ich mich im DEKV Vorstand und Referat Politik, Recht, Ökonomie ein, weil mir Netzwerk- und Verbandsarbeit sowie gesundheits- und sozialpolitische Themen und Diskussionen sehr wichtig sind – für unsere Klinik, für unsere Region und für die diakonischen Mitgliedshäuser in ganz Deutschland. Persönlich setze ich mich insbesondere für die Themenschwerpunkte Qualität, Digitale Transformation und Intersektorale Vernetzung / Zusammenarbeit sowie Krankenhausfinanzierung ein.“

Dr. med. Claudia Fremder

Mitglied des Vorstands DEKV und Vorstand der DGD Stiftung und Geschäftsführerin der DGD Stiftung gGmbH, Marburg

„Der DEKV ist für uns evangelische Krankenhäuser ein elementar wichtiger Verband, der unsere speziellen Interessen wirksam vertritt. Gerade vor dem Hintergrund der Krankenhausreform spielt dies eine wichtige Rolle, denn: nicht alle evangelischen Häuser sind „große Krankenhäuser“. Durch ihre meist langjährige und tiefe Verwurzelung in der Region sind sie dennoch unverzichtbare Bausteine für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung.

In einer zunehmend säkularer werdenden Gesellschaft macht es einen Unterschied, bei einem christlich-diakonischen Verbund zu arbeiten. Diesen „Markenkern“ für unsere Mitarbeitenden erlebbar zu machen ist mir ein großes Anliegen. Das christliche Selbstverständnis ist Teil unserer DNA. Und dadurch werden Fürsorge und Nächstenliebe auch unseren Patientinnen und Patienten zuteil. Gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass alle, die in patientennahen Berufen arbeiten – von der Pflege bis hin zu Ärztinnen und Ärzten – wieder Freude am Beruf haben. Wir müssen uns für einen Bürokratieabbau einsetzen.“

Markus Horneber

Dr. Markus Horneber

Mitglied des Vorstands DEKV sowie Vorstandsvorsitzender, AGAPLESION gAG

„Die traditionsreichen christlichen Einrichtungen haben wesentlichen Anteil daran, dass in Deutschland heute ein Gesundheitswesen existiert, das weltweit seinesgleichen sucht. Als größter christlicher Gesundheitskonzern sehen wir uns dazu verpflichtet, die innovative Gestaltungskraft christlicher Krankenhäuser für eine zukunftsweisende Gesundheitsversorgung einzusetzen.“

Michael Keller

Michael Keller

Mitglied des Vorstands DEKV sowie Sprecher der Geschäftsführung, AGAPLESION FRANKFURTER DIAKONIE KLINIKEN

„Die evangelischen Krankenhäuser haben allen Grund, zuversichtlich in die Zukunft zu schauen. Die konsequente Werte- und Gemeinwohlorientierung macht den entscheidenden Unterschied zu den Wettbewerbern aus. Gemeinsam sind wir stark, denn zusammen mit den katholischen Trägern bilden die konfessionellen Häuser eine große Gruppe unter den deutschen Krankenhäusern. Zukünftig werden wir unsere politischen Stimmen vereinen. Unser selbstbewusstes und kraftvolles Auftreten wird in der Politik und breiten Öffentlichkeit deutlich wahrgenommen werden.“

Christina Körner

Mitglied des Vorstands DEKV und Leiterin der Johanniter Bildungs – GmbH Bonn
Oberkirchenrat Hans-Joachim Lenke

Oberkirchenrat Hans-Joachim Lenke

Mitglied des Vorstands DEKV sowie Vorstandssprecher, Diakonisches Werk ev. Kirchen in Niedersachsen e.V.

„Evangelische Krankenhäuser haben in ihrem alltäglichen Tun den Dreiklang von hoher Fachlichkeit, Realisierung des diakonischen Anspruches und Wirtschaftlichkeit zum Klingen zu bringen. In evangelischen Krankenhäusern begegnet mir der Wunsch, den Patienten umfassend wahrzunehmen, zu behandeln und zu begleiten. In der Aus-, Fort- und Weiterbildung der Mitarbeitenden spielt die Schulung dieser Wahrnehmungsfähigkeit immer eine besondere Rolle.

Allerdings führt das derzeitige Finanzierungssystem alle im Krankenhaus Tätigen an Belastungsgrenzen. Viele Mitarbeitende haben einen hohen Anspruch an die Qualität der eigenen Leistung – zum Wohle des Patienten. Immer schwerer wird es, diesem Anspruch innerhalb des Systems zu genügen. Eine bessere Finanzierung der Krankenhäuser ist dringend notwendig, um die Leistungsfähigkeit und die Zufriedenheit mit dem eigenen Tun auch langfristig zu sichern. Denn: Unsere hervorragend ausgebildeten und gut motivierten Mitarbeitenden sind der besondere Schatz unserer Häuser. Sie realisieren in professioneller Weise den Auftrag zur Nächstenliebe.“

Maria Loheide

Maria Loheide

Mitglied des Vorstands DEKV sowie Mitglied im Vorstand Sozialpolitik, Diakonie Deutschland

„Die zentrale Zukunftsaufgabe im Gesundheitswesen besteht darin, den steigenden Versorgungsbedarf einer alternden Bevölkerung mit dem Arbeitskräfteangebot bei knapper gewordenen finanziellen Ressourcen in Einklang zu bringen. Evangelische Krankenhäuser sollen evangelische Krankenhäuser bleiben. Für unsere evangelischen Krankenhäuser ist es in Zukunft von zentraler Bedeutung, motivierte und qualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen, sie zu stärken und zu befähigen, den diakonischen Geist des Hauses zu prägen und mitzugestalten. Dafür benötigen wir attraktive Arbeitsplätze. Wir werden uns verstärkt um Personalentwicklung kümmern und uns für unsere Mitarbeitenden einsetzen müssen. Dazu gehören Belange der Personalausstattung, Gestaltung der Arbeitszeiten, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Fragen der Vergütung, insbesondere der Pflegekräfte.“

Rainer Prönneke

Dr. med. Rainer Prönneke

Mitglied des Vorstands DEKV sowie Chefarzt, Marienstift Braunschweig

„Vom Krankenhaus als wesentlichem Bestandteil unseres Gesundheitssystems können neue Maßstäbe bei der Gestaltung der Sterbekultur in Deutschland gesetzt werden! Eine vernachlässigte Sterbekultur im Krankenhaus ist Ausdruck mangelnden Respekts vor der Würde und dem Leben eines Menschen. Die Integration der Hospizidee und Palliativmedizin im Krankenhaus erfordert Bereitschaft bei den Mitarbeitenden und Investition in ein umfassendes Konzept, das es erst ermöglicht, sich mit diesen ethischen Fragestellungen konstruktiv auseinanderzusetzen. Dies führt zu einer nachhaltigen Reflexion über Möglichkeiten und Grenzen der Medizin in Bezug auf das Leid eines jeden einzigartig betroffenen Menschen!“

Josef Rosenbauer

Dr. med. Josef Rosenbauer

Mitglied des Vorstands DEKV sowie Geschäftsführer, Diakonie in Südwestfalen gGmbh

„Die Ausrichtung der kirchlichen Krankenhäuser an den Bedürfnissen und Wünschen der Patienten verschafft uns eine starke Wettbewerbsposition.

Damit unsere Leistungsfähigkeit und Bedeutung so bleiben, müssen das Leistungsportfolio im Verbund optimiert und die Ressourcen gemeinsam genutzt werden. Kirchliche Krankenhäuser müssen noch stärker in regionalen Verbundstrukturen agieren, patientenbezogene Versorgungsaufträge übernehmen und die Versorgung mit bestens ausgebildetem Personal integriert gestalten. Hierzu sind kontinuierliche Investitionen in den technologischen Fortschritt und die Ausbildung der Mitarbeitenden erforderlich. Die Sicherung der medizinischen und seelischen Versorgung der Menschen, die sich uns anvertrauen, kann gelingen, wenn wir stärker zusammenarbeiten und unsere Interessen gemeinsam in Politik und Öffentlichkeit vertreten.“ 

Rosenthal-Schleicher

Katja Rosenthal-Schleicher

Mitglied des Vorstands DEKV sowie Stellv. Pflegedirektorin, Fachbereichsleitung Pflege Fachbereich Neurologie im Evangelischen Klinikum Bethel, Krankenhaus Mara, Universitätsklinikum OWL der Universität Bielefeld
Bernd Rühle

Bernd Rühle

Mitglied des Vorstands DEKV sowie Geschäftsführer und Verwaltungsdirektor, Diakonie-Klinikum Stuttgart

„Kliniken mit konfessioneller Prägung sind ein elementarer Bestandteil unseres Gesundheitssystems. In ihnen wird die Diakonie, der christlich motivierte Dienst am Nächsten, für Patienten, Besucher und Mitarbeitende spürbar und erlebbar. Mit ihrem ganzheitlichen Ansatz bieten sie einen echten Mehrwert. Voraussetzung ist, dass den Krankenhäusern die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Dies gilt für die Länder, die der gesetzlichen Verpflichtung zur Investitionsfinanzierung nicht adäquat nachkommen, und für den Bund, der eine auskömmliche Refinanzierung der Betriebskosten sicherzustellen hat.“

Hanns-Diethard Voigt

Dr. Hanns-Diethard Voigt

Mitglied des Vorstands DEKV sowie Geschäftsführer, Evangelisches Krankenhaus Bethanien gGmbH Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Greifswald

„Evangelische Krankenhäuser sind dem Gesetz nach Wirtschaftsbetriebe, aber setzen ein Zeichen der Nächstenliebe in einer Gesellschaft, die eher monetären Anreizen den Vorrang gibt.

Bedingt durch die Ausrichtung unseres Hauses liegt mir natürlich die Versorgungssituation der psychisch Kranken besonders am Herzen. In den letzten Jahrzehnten gab es da mehrere Umbrüche, die immer zum Ziel hatten diese Versorgungssituation zu verbessern. Das ist dank des Einsatzes von Bewegungen, Verbänden, Gruppen und Einzelpersonen überwiegend auch gelungen. In der derzeitigen Umbruchsituation ist wieder ein solches Engagement gefragt. Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Interessen der Betroffenen auch in diesem Prozess Gehör finden.“

Melanie Kanzler

Verbandsdirektorin DEKV

Dr. Johannes Egerer

Referent für Pflege, Medizin und Qualität

Kay Brandenburg

Referent Politik, Recht und Ökonomie

Angelika Scheideler

Office Management