Vorstandsreferate

Vorstandsreferate

Der DEKV organisiert seine fachliche und politische Arbeit u.a. in drei Vorstandsreferaten.

Vorstandsreferat Pflege, Medizin und Qualität

Kurzbeschreibung

Die uns anvertrauten Patientinnen und Patienten bedarfsgerechte zu versorgen, sie hochwertig und zuwendungsorientiert zu behandeln und zu pflegen, ist Aufgabe und Auftrag der evangelischen Krankenhäuser. Um diese anspruchsvollen Leistungen qualifiziert zu erbringen, müssen Strukturen und Prozesse im Krankenhaus entsprechend gestalten werden. Ebenso wichtig sind die Entwicklung der Kompetenzen der Mitarbeitenden und ihre Fähigkeit, Beziehungen reflektiert zu gestalten.

Aktivitäten

Das Vorstandsreferat trifft sich regelmäßig und berät aktuelle Themen rund um Pflege, Medizin und Qualität für die stationäre und teilstationäre Versorgung. Im Vorstandsreferat wird über aktuelle Entwicklungen und Vorhaben der Gesundheits- und Pflegepolitik und im Gesundheitssystem informiert. Mitglieder vernetzen sich, der Austausch von Fachwissen und Erfahrungen wird gefördert. Die Expertise der Mitglieder fließt in Analysen, Bewertungen und Stellungnahmen zu gesundheitspolitischen Gesetzesvorhaben und Entwicklungen ein. Neben der Novellierung der Aus- und Weiterbildung für Pflegeberufe und weitere Berufsgruppen im Krankenhaus werden die Kriterien und Anforderungen für die interne und externe Qualitätssicherung fokussiert.

Themen

  • Begleitung der Umsetzung der Pflegekostenauskopplung und Einführung des Pflegebudget ab 2020 nach dem Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG)
  • Pflegepersonaluntergrenzen und Personalbemessungsinstrumente
  • Pflegeausbildung beispielsweise die Einführung und Umsetzung der neuen Pflegeberufe in der Praxis
  • Novellierung der Hebammen-, OTA-, ATA-Qualifizierung
  • Personalentwicklung und Karrierewege für die Berufsgruppen im Krankenhaus
  • Aus- und Weiterbildung von Gesundheits- und Sozialberufen und Gestaltung der Durchlässigkeit zur Hochschule
  • Interne und externe Qualitätssicherung im Krankenhaus
  • Evidenzbasierte Pflege und Medizin
  • Pflegekonzepte und -ökonomie für vulnerable Patientengruppen (demenziell Erkrankte, Patienten mit kognitiven Einschränkungen, Menschen mit Behinderungen, Patienten mit lebensbegrenzender Diagnose) 

Weitere Information

Sprecher
Johannes Koschig, Pflegedirektor Städtisches Klinikum Dessau

Mitglieder:
Birgit Baier, Ev. Krankenhaus Paul Gerhardt Stift, Dr. Gabriele Beckert, Bundesakademie für Kirche und Diakonie, Frau Sarah Buder, Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg, Dr. Julia Inthorn, Simon Jäger, Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer, Zentrum für Gesundheitsethik Hannover, Matthias Jenny, Diakoniekrankenhaus Freiburg, Prof. Dr. Michael Karaus, Ev. Krankenhaus Göttingen Weende, Johannes Koschig, Städtisches Klinikum Dessau, Dr. med. Rainer Prönneke, Krankenhaus Marienstift Braunschweig, Katja Rosenthal-Schleicher, Evangelisches Klinikum Bethel, Heidemarie Rotschopf, Diakonie Rheinland/Westfalen/Lippe, Dr. Tomas Steffens, Diakonie Deutschland-Evangelischer Bundesverband, Andrea Trenner, Ordensoberin, Johanniter Orden, Martin Wilde, Diako Diakonissenkrankenhaus Flensburg, Thorsten Witt, AGAPLESION Diakonieklinikum Hamburg

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Ansprechpartner
Dr. Johannes Egerer
Referent Medizin, Pflege und Qualität

 

Johannes Egerer

 

+49 (0)30 80 19 86 14

 

+49 (0)173 215 61 98

 

Vorstandsreferat Politik, Recht, Ökonomie

Kurzbeschreibung

Das deutsche Gesundheitswesen und der Krankenhausmarkt sind stark reguliert. Daher führen gesundheitspolitische Vorhaben, die Erstattungstatbestände für die Krankenhausleistungen berühren, häufig zur Änderung der Finanzierungs- und Erlössituation der Krankenhäuser und ihrer Geschäftsmodelle. Über das DRG-System (Diagnosis Related Groups) nach § 17b Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) werden die voll- und teilstationären Leistungen der somatischen Krankenhäuser vergütet. Zudem stellen Zuschläge (bspw. für Sicherstellung, Notfallstufen, Zentren) zusätzliche Möglichkeiten im Finanzierungssystem dar. Diese sind u.a. mit dem Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) und dem Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) weiterentwickelt worden.

Neu ab dem Jahr 2020: Die Umstellung der Krankenhausvergütung auf eine Kombination aus Fallpauschalen und Pflegepersonalkostenvergütung gemäß Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG). Dazu sollen Krankenkassen und Krankenhäuser ein Pflegebudget auf der Grundlage der von den Krankenhäusern geplanten und nachgewiesenen Pflegestellen sowie der krankenhausindividuellen Pflegekosten verhandeln. In der Einführungsphase des Pflegebudgets werden Budgetminderungen für die Krankenhäuser begrenzt: in 2020 auf zwei Prozent und in 2021 auf vier Prozent.

Aktivitäten

Das Vorstandsreferat kommt regelmäßig zusammen, um über aktuelle gesundheits- und krankenhauspolitische Gesetzesverfahren, Fragen der Erstattung von Krankenhausleistungen und Prüfthemen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen zu beraten und diese zu bewerten. Die Mitglieder vernetzen sich, der Austausch von Fachwissen und Erfahrungen wird gefördert. Die Expertise der Mitglieder fließt in Analysen, Bewertungen und Stellungnahmen zu gesundheitspolitischen Gesetzesvorhaben und Regelungen des Gemeinsamen Bundesausschusses ein. Die gemeinsam entwickelten Positionen evangelischer Krankenhäuser werden in die Gremien der Deutschen Krankenhausgesellschaft, in die Unterausschüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses und der Diakonie Deutschland e.V. eingebracht.

Themen

    • Strukturwandel Krankenhauslandschaft und Daseinsfürsorge
    • G-DRG Anpassungen und ihre Auswirkungen auf den evangelischen Krankenhausmarkt
    • Pflegekostenausgliederung aus dem DRG-System
    • Personaluntergrenzen und Sanktionen
    • Begleitung der Einführung von Qualitätsverträgen § 110a SGB V in die Krankenhauspraxis
    • Fixkostendegressionsabschlag
    • Begleitung der Neustrukturierung der Notfallversorgung: Einführung der Notfallstufen und deren Vergütung, Gesetzesvorhaben INZ und anwaltschaftliches Eintreten für die älteren Notfallpatienten
    • Begleitung der MDK-Reform

Weitere Information

Sprecher
N.N.

Mitglieder
Detlef Albrecht, Verband Evangelischer Krankenhäuser und stationärer Pflegeeinrichtungen Berlin-Brandenburg, Tim Allendörfer, AGAPLESION gAG, Heinz-Werner Bitter, Krankenhausgemeinschaft Herne Castrop-Rauxel, Stefan David, DIAKOVERE gGmbH und DIAKOVERE Stiftung, Elke Grothe-Kühn, Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e. V, Jürgen Knosp, Epilepsiezentrum Kork, Jörg Marx, AGAPLESION gAG, Peter Maraun, Bank im Bistum Essen eG (kooptiert), Alexander Mommert, Immanuel Klinik Rüdersdorf (Immanuel Albertinen Diakonie), Christoph Radbruch, DEKV e.V., Dr. Josef Rosenbauer, Diakonie in Südwestfalen, Dr. Bernhard Schöffend, Johanniter GmbH, Jonas Sewing, Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer, Hans-Dieter Weigardt, KEM | Evang. Kliniken Essen-Mitte gGmbH, Ralf Wenzel, Evangelischer Krankenhausverein zu Aachen von 1867, Luisenhospital Aachen, Michael Wermker, Evangelisches Krankenhaus Hamm gGmbH Valeo-Kliniken GmbH, Martin Wilde, DIAKO Flensburg, Daniel Van den Woldenberg, Diakonie-Klinikum Stuttgart

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Ansprechpartner
Kay Brandenburg
Referent Politik, Recht und Ökonomie

 

+49 (0)30 80 19 86 15

 

+49 (0)162 74 19 414

 

Vorstandsreferat Theologie und Ethik

Kurzbeschreibung

Konstituierend für evangelische Krankenhäuser ist die ethische Reflexion des medizinischen, pflegerischen, therapeutischen wie auch unternehmerischen Handelns. Der Krankenhausalltag bringt immer auch ethische Dilemmata mit sich. Das diakonische Dreieck von Wirtschaftlichkeit, Professionalität und Ethik muss dann immer wieder neu ausbalanciert werden. Unabdingbar sind Dialoge über klinische, pflegerische und unternehmerische Ethik im Krankenhaus aktiv zu fördern. Ziel ist es, ethisch verantwortete Entscheidungen für Handelnde und Betroffenen zu erreichen.

Dabei sind das Wohl und die Gesundheit der Menschen höchstes Ziel des medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Handelns. Seelsorgerliche Betreuung im Krankenhaus ermöglicht es den Erkrankten durch die Zuwendung von Menschen die Annahme durch Gott zu erfahren. Die spirituelle und religiöse Dimension des Menschseins in den Krankenhausalltag einzubringen, ist Aufgabe der Krankenhausseelsorger. Die Würde des Menschen in der Ausnahmesituation Krankheit gilt es zu bewahren.

Aktivitäten

Regelmäßig treffen sich die Mitglieder des Vorstandsreferates, um aktuelle gesundheitspolitische Debatten und Gesetzesvorhaben unter dem spezifisch ethischen, klinisch ethischen und theologischen Blickwinkel zu beraten. In Positionen und Stellungnahmen rücken sie damit die besondere Perspektive evangelischer Krankenhäusern in den öffentlichen Fokus. Ziel ist es, die besondere Haltung der evangelischen Krankenhäuser für ihre Verantwortung gegenüber der Lebensqualität der Patienten auch über die stationäre Behandlung hinaus zu sichern und weiter zu verbessern.

Themen

    • Rolle der evangelischen Krankenhausseelsorge in evangelischen Krankenhäusern
    • Theologen im Management von Krankenhäusern
    • Loyalitätsrichtlinie, evangelische Prägung und Ethos
    • Ethische Fragen der digitalen Transformation des Gesundheitswesens
    • Ethisch-kritische MDK-Fälle

Weitere Information

Sprecher
Christoph Radbruch, Vorsitzender DEKV

Mitglieder
Dr. Holger Böckel, AGAPLESION gAG, Michael Brems, Koordinierungsstelle für Krankenhausseelsorge Nordkirche, Dr. Andrea Dörries, ehemals Zentrum für Gesundheitsethik (ZfG) an der Evangelischen Akademie Loccum, Torsten Ernst, Anhaltische Diakonissenanstalt Dessau, Dr. Julia Inthorn, Zentrum für Gesundheitsethik (ZfG), Harald Januschewski, Ev. Krankenhaus Bergisch Gladbach, Dr. med. Klaus Kobert, Evangelisches Klinikum Bethel, Krankenhaus Mara, Martin Kruse, Johanniter GmbH, Dr. Friedrich Ley, Evangelische Landeskirche Hannover, Dr. med. Rainer Prönneke, Marienstift Braunschweig gGmbH, Dr. Werner Weinholt, Paul Gerhard Diakonie gAG.  

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Ansprechpartnerin
Melanie Kanzler
Verbandsdirektorin

 

Melanie Kanzler

 

 +49 (0)30 80 19 86 11

 

 +49 (0)176 603 63 495