Die Diagnose Krebs ist für die Betroffenen und ihren An- und Zugehörigen meist mit vielen Fragen, Unsicherheiten und konkreten Ängsten verbunden: Welche Behandlungen sind notwendig? Wie stehen die Chancen, dass die Therapie Erfolg hat? Sind meine Angehörigen finanziell versorgt und gut begleitet? Eng verknüpft mit der Frage nach dem Therapieerfolg ist die Angst vor dem Tod: Krebs stellte mit rund 231.000 Todesfällen im Jahr 2016 nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache in Deutschland dar.
Die Neustrukturierung der Notfallversorgung in Deutschland muss den Blick auch auf eine zunehmend wichtige Patientengruppe lenken: die älteren wie auch kognitiv eingeschränkten Notfallpatienten und ihre An- und Zugehörigen. Knapp ein Drittel aller Patienten in Notaufnahmen ist über 70 Jahre alt. Notaufnahmen im Krankenhaus fungieren oftmals als wegweisende Weichensteller für die anschließenden stationären oder auch ambulanten weiterführenden Versorgungsprozesse. Unter den gegenwärtigen Zuständen ist es für die Krankenhäuser besonders herausfordernd, eine bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Versorgung älterer Patienten in den Notaufnahmen sicherzustellen.
Notaufnahmen in Krankenhäusern sind Anlaufstellen für Menschen, die in einer akuten gesundheitlichen Notsituation sind. Steigende Patientenzahlen in den letzten Jahren sorgen dafür, dass Zeit und Aufmerksamkeit für die Hilfesuchenden knapp sind. Dies trifft vor allem die besonders schutzbedürftigen Patientengruppen, wie die mehr als 4 Millionen Notfallpatienten über 65 Jahren, die jedes Jahr in deutschen Notaufnahmen versorgt werden. Ein Drittel aller Notfallpatienten ist über 70 Jahre alt. Ein großer Teil der besonders betreuungsbedürftigen älteren Notfallpatienten wird in evangelischen Krankenhäusern versorgt. Um diese Patientengruppe bedarfsgerecht versorgen zu können, fordert der Deutsche Evangelische Krankenhausverband e.V. (DEKV) eine Verbesserung der Rahmenbedingungen bei Struktur, Finanzierung, Forschung und Weiterbildung für die Notaufnahmen.
Die evangelischen Krankenhäuser befürworten die Stärkung der Pflege im Krankenhaus. Da das Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz eine grundsätzliche Änderung des Systems ist, plädiert der DEKV dafür, dass die Auskopplung der Pflegepersonalkosten aus den Fallpauschalen konsequent zu Ende gedacht wird. Die entstehenden Problemzonen für die Krankenhäuser müssen noch vor der Umsetzung 2020 angegangen werden.
Evangelische Krankenhäuser: Licht und Schatten bei der Neugestaltung der Notfallversorgung
19. April 2018 in PresseGemeinsamer Bundesausschuss beschließt Neugestaltung der stationären Notfallversorgung
Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten ermöglicht Grund- und Regelversorgung sowie Vermeidung von Abschlägen
DEKV fordert zusätzliche Mittel für die Durchsetzung der Reform
Der DEKV setzt sich die rasche Umsetzung Reform der Pflegeausbildung ein. Dafür braucht es eine rasche Entwicklung der Pflegeschulen und eine Qualifizierungsoffensive für das Lehrpersonal.
„Erneuerung im Rahmen von Wirtschaftlichkeit, Professionalität und Ethik“ – Zitat des DEKV-Vorsitzenden Christoph Radbruch anlässlich des Reformationstages 2017
Christoph Radbruch, Vorsitzender des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes (DEKV), äußert sich im Vorfeld des Reformationstages am 31. Oktober 2017 zu der Frage, was Reformation heute für die Rolle und das Selbstverständnis evangelischer Kliniken bedeutet:
DEKV: Palliativversorgung stärken, um die schwächsten Patienten zu unterstützen
Anlässlich des Welt-Hospiztages am 7. Oktober 2017 betont der Deutsche Evangelische Krankenhausverband (DEKV) die Bedeutung einer hochwertigen Palliativversorgung in den Kliniken.
Qualitätsverträge stärken hochwertige Versorgung für besonders gefährdete Patienten
27. September 2017 in PresseStatement des DEKV-Vorsitzenden Christoph Radbruch anlässlich der Qualitätssicherungskonferenz des Gemeinsamen Bundesausschusses
Im Vorfeld der Qualitätssicherungskonferenz des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) am 28. und 29. September 2017 äußert sich Christoph Radbruch, Vorsitzender des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes (DEKV), zur Erprobung der Qualitätsverträge:
DEKV fordert 600 Millionen Euro als Anschubfinanzierung für demenzsensible Krankenhausversorgung
18. September 2017 in PresseAnlässlich der bundesweiten Woche der Demenz 2017 fordert der Deutsche Evangelische Krankenhausverband (DEKV) eine Anschubfinanzierung zur Errichtung demenzsensibler Strukturen und Prozesse in der Krankenhausversorgung.