Aktuelle Daten zur Pflegeausbildung: Pflege-Panel des BIBB startet

19. Mai 2021 in Aktuelles

Aktuelle Daten zur Pflegeausbildung: Pflege-Panel des BIBB startet

Mit dem neuen Pflege-Panel des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) werden ab 2022 erstmals kontinuierlich Daten zur Entwicklung der Pflegeausbildung erhoben. Für die repräsentative regelmäßige Datenerhebung stehen im Pflege-Panel rund 6.800 Personen aus ausbildenden Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Pflegediensten, Pflegeschulen sowie Hochschulen mit primärqualifizierendem Ausbildungsangebot in der Pflege zur Verfügung.

Bei der genauen Betrachtung des Panels fällt auf, dass die ausbildungsanbietenden Krankenhäuser in privater Trägerschaft über- und die Häuser in freigemeinnütziger Trägerschaft unterrepräsentiert sind. Im Mittelpunkt der Befragungen stehen das Ausbildungsgeschehen, die Ausbildungsqualität und die Organisation der beruflichen und hochschulischen Pflege.

Mit der regelmäßigen Datenerhebung liegen erstmals umfassende Daten aus allen Bereichen der Pflegeausbildung vor. Sie sollen Impulse aus der beruflichen und hochschulischen Ausbildungspraxis liefern, mit deren Hilfe Handlungsempfehlungen und Unterstützungsbedarfe in der Pflegeausbildung abgeleitet werden können. Darüber hinaus sind die Daten Informationsquellen für die zuständigen Fachministerien, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG). Zudem stehen zentrale Daten auch den Panel-Teilnehmenden für eigene Planungs- und Organisationsprozesse zur Verfügung.

Pflegeausbildung heute: Flexibler im Beruf und gestiegene Attraktivität

Im Rahmen des Aufbaus und der Erprobung des Panels erfolgten seit Herbst 2020 erste Befragungen, deren Ergebnisse anlässlich des Internationalen Tags der Pflege am 12. Mai 2021 vorgestellt wurden: Mehr als 83 Prozent der Panel-Teilnehmer bestätigten, dass die neue Pflegeausbildung eine größere Flexibilität im späteren Berufsleben ermögliche. Rund 64 Prozent sehen eine steigende Professionalisierung des Berufsbereichs und mehr als die Hälfte (57 Prozent) bestätigen, dass die neuen Pflegeausbildungen die Attraktivität des Pflegeberufes deutlich steigern.

Grundlage des neuen Pflege-Panels ist § 60 Absatz 6 der Pflegeberufe-Ausbildungs- und
-Prüfungsverordnung (PflAPrV). Dort ist geregelt, dass das BIBB dem BMFSFJ und dem BMG einmal jährlich im Rahmen eines Monitorings zur Umsetzung der beruflichen und der hochschulischen Pflegeausbildung Bericht erstattet.

Download des Berichts zum BIBB Pflegepanel 2021 Aufbau und Erprobung eines Monitorings zur Umsetzung der Pflegeausbildungen sowie weitere Informationen zum Pflege-Panel und den Fragebögen.

Starke Pflege im evangelischen Krankenhaus 2030 des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes

18. September 2020 in Positionen

„Um Gottes Gedanken zu verstehen, müssen wir Statistiken studieren, denn diese sind die Maßeinheiten, die seine Absichten veranschaulichen.“ Mit ihren Erkenntnissen hat die Pionierin der Pflege und Pflegewissenschaft Florence Nightingale (1820-1910) den Grundstein für die moderne Krankenpflege gelegt. Dabei standen die qualifizierte Versorgung der Patienten durch gut ausgebildete Pflegekräfte und ein achtsamer, zuwendungsorientierter Umgang mit den Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt ihres Handelns.

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DEKV: PPR 2.0 stellt die Weichen in die richtige Richtung

14. Januar 2020 in Presse

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der Deutsche Pflegerat (DPR) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) haben heute das neue Pflegepersonalbemessungsinstrument PPR 2.0 vorgestellt. Es ermittelt den Pflegepersonalbedarf eines Krankenhauses für die unmittelbare Versorgung der Patienten auf allen bettenführenden Stationen.

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Leiharbeit im Krankenhaus muss mittelfristig überflüssig werden

2. Dezember 2019 in Presse

Das MDK-Reformgesetz, das am 29. November 2019 den Bundesrat passiert hat, begrenzt die Refinanzierung von Leiharbeit im Krankenhaus: Im Pflegebudget der Krankenhäuser sind nur die Kosten in Höhe des Tariflohns enthalten. Zusätzliche Ausgaben wie die Dienstleistungskosten des Unternehmens, das die Arbeitnehmer vermittelt hat, müssen die Krankenhäuser selbst tragen. Ziel des Gesetzgebers ist es, damit Leiharbeit in der Pflege zu begrenzen oder künftig ganz zu unterbinden.

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