Die Neustrukturierung der Notfallversorgung in Deutschland muss den Blick auch auf eine zunehmend wichtige Patientengruppe lenken: die älteren wie auch kognitiv eingeschränkten Notfallpatienten und ihre An- und Zugehörigen. Knapp ein Drittel aller Patienten in Notaufnahmen ist über 70 Jahre alt. Notaufnahmen im Krankenhaus fungieren oftmals als wegweisende Weichensteller für die anschließenden stationären oder auch ambulanten weiterführenden Versorgungsprozesse. Unter den gegenwärtigen Zuständen ist es für die Krankenhäuser besonders herausfordernd, eine bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Versorgung älterer Patienten in den Notaufnahmen sicherzustellen.
Notaufnahmen in Krankenhäusern sind Anlaufstellen für Menschen, die in einer akuten gesundheitlichen Notsituation sind. Steigende Patientenzahlen in den letzten Jahren sorgen dafür, dass Zeit und Aufmerksamkeit für die Hilfesuchenden knapp sind. Dies trifft vor allem die besonders schutzbedürftigen Patientengruppen, wie die mehr als 4 Millionen Notfallpatienten über 65 Jahren, die jedes Jahr in deutschen Notaufnahmen versorgt werden. Ein Drittel aller Notfallpatienten ist über 70 Jahre alt. Ein großer Teil der besonders betreuungsbedürftigen älteren Notfallpatienten wird in evangelischen Krankenhäusern versorgt. Um diese Patientengruppe bedarfsgerecht versorgen zu können, fordert der Deutsche Evangelische Krankenhausverband e.V. (DEKV) eine Verbesserung der Rahmenbedingungen bei Struktur, Finanzierung, Forschung und Weiterbildung für die Notaufnahmen.
Der 17. November jedes Jahres ist ganz besonderen Kindern gewidmet: den Frühgeborenen. Im Jahr 2017 kamen 66.730 Kinder vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche auf die Welt. 11.051 dieser Frühgeborenen hatten ein Geburtsgewicht von unter 1.500 Gramm. Diese Allerkleinsten sollten in spezialisierten Krankenhäusern, sogenannten Perinatalzentren, entbunden und betreut werden. In Deutschland gibt es 310 Krankenhäuser, darunter 26 evangelische, die sich den hohen Anforderungen an Perinatalzentren stellen.
Auskopplung der Pflegepersonalkosten lässt viele Fragen offen
Das am Freitag verabschiedete Gesetz zur Stärkung des Pflegepersonals (PpSG, Pflegepersonalstärkungsgesetz) soll den Arbeitsalltag der Pflegekräfte in Deutschland verbessern.
Die evangelischen Krankenhäuser befürworten die Stärkung der Pflege im Krankenhaus. Da das Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz eine grundsätzliche Änderung des Systems ist, plädiert der DEKV dafür, dass die Auskopplung der Pflegepersonalkosten aus den Fallpauschalen konsequent zu Ende gedacht wird. Die entstehenden Problemzonen für die Krankenhäuser müssen noch vor der Umsetzung 2020 angegangen werden.
Mit Durchlässigkeit und zukunftsfähigen Kompetenzen die Attraktivität des Pflegeberufs steigern
Nach langem politischen und gesellschaftlichen Ringen wurden am 21.09.2018 zwei wichtige Verordnungen zum Pflegeberufegesetz im Bundesrat beschlossen: die Verordnung über die Finanzierung der beruflichen Ausbildung nach dem Pflegeberufegesetz sowie zur Durchführung statistischer Erhebungen (Pflegeberufe-Ausbildungsfinanzierungsverordnung – PflAFinV) und die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe (Pflegeberufe-Ausbildungs- und –Prüfungsverordnung – PflAPrV).
Das müssen die neuen Qualitätsverträge leisten
Seit dem 15. August 2018 können deutsche Krankenhäuser und -kassen Qualitätsverträge zur besseren Patientenversorgung anbahnen.
Ein Bereich dieser Qualitätsverträge stellt die Versorgung von Menschen mit geistigen Behinderungen oder schweren Mehrfachbehinderungen dar.
Der DEKV hat fünf Bereiche definiert, in denen sich die Versorgung dieser Patientengruppe verbessern muss.
Evangelische Krankenhäuser: Licht und Schatten bei der Neugestaltung der Notfallversorgung
19. April 2018 in PresseGemeinsamer Bundesausschuss beschließt Neugestaltung der stationären Notfallversorgung
Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten ermöglicht Grund- und Regelversorgung sowie Vermeidung von Abschlägen
DEKV fordert zusätzliche Mittel für die Durchsetzung der Reform
Der DEKV setzt sich die rasche Umsetzung Reform der Pflegeausbildung ein. Dafür braucht es eine rasche Entwicklung der Pflegeschulen und eine Qualifizierungsoffensive für das Lehrpersonal.
„Erneuerung im Rahmen von Wirtschaftlichkeit, Professionalität und Ethik“ – Zitat des DEKV-Vorsitzenden Christoph Radbruch anlässlich des Reformationstages 2017
Christoph Radbruch, Vorsitzender des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes (DEKV), äußert sich im Vorfeld des Reformationstages am 31. Oktober 2017 zu der Frage, was Reformation heute für die Rolle und das Selbstverständnis evangelischer Kliniken bedeutet: