Krankenhausplanung

Themen des DEKV

Auf einen Blick

gesundheitsinformation.de

Informationen zur Covid-19-Impfung

Der Impfstoff Comirnaty (BNT162b2, Biontech / Pfizer) zur Impfung gegen Corona

Comirnaty ist ein Impfstoff gegen das Corona-Virus SARS-CoV-2. Der Impfstoff wurde bislang in einer Studie mit etwa 43.500 Teilnehmenden erprobt. Nach den Ergebnissen kann er vor Covid-19 schützen, der Erkrankung durch dieses Virus. Vorübergehende Nebenwirkungen der Impfungen wie Schmerzen an der Einstichstelle, Fieber, Kopfschmerzen oder Muskel- oder Gelenkschmerzen sind zwar häufig, bleiben aber meist leicht. Viele Fragen zur längerfristigen Wirkung des Impfstoffs lassen sich im Moment noch nicht beantworten.

Weitere Informationen

Der Impfstoff Moderna (mRNA-1273, Moderna Biotech) zur Impfung gegen Corona

Moderna (“Covid-19 Vaccine Moderna”) ist ein Impfstoff gegen das Coronavirus SARS-CoV-2. Der Impfstoff wurde bislang in einer Studie mit etwa 30.000 Teilnehmenden erprobt. Nach den Ergebnissen kann er vor Covid-19 schützen, der Erkrankung durch dieses Virus. Vorübergehende Nebenwirkungen der Impfungen wie Schmerzen an der Einstichstelle, Fieber, Kopfschmerzen oder Muskel- oder Gelenkschmerzen sind zwar häufig, bleiben aber meist leicht. Viele Fragen zur längerfristigen Wirkung des Impfstoffs lassen sich im Moment noch nicht beantworten.

Weitere Informationen

Impfpriorität

  • Personen mit höchster Priorität für Schutzimpfungen sind jene:

    1. jene, die das 80. Lebensjahr vollendet haben.
    2. jene, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger
      Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind.
    3. jene, die im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen
      behandeln, betreuen oder pflegen.
    4. jene, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das
      Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in
      Rettungsdiensten, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, in den
      Impfzentren.
    5. jene, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen
      ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem
      Coronavirus SARS-CoV-2 besteht, insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin.

  • Personen mit hoher Priorität für Schutzimpfungen sind:

    1. jene, die das 70. Lebensjahr vollendet haben.
    2. jene, bei denen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht (Personen mit Trisomie 21, einer Demenz oder geistigen Behinderung, nach Organtransplantation).
    3. jene, die enge Kontaktperson von pflegebedürftigen Personen oder von schwangeren Personen sind.
    4. jene, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege geistig behinderter
      Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig behinderte
      Menschen behandeln, betreuen oder pflegen.
    5. jene, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko
      in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit
      regelmäßigem unmittelbaren Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in
      SARS-CoV-2-Testzentren.
    6. Polizei- und Ordnungskräfte, die in Ausübung ihrer Tätigkeit zur Sicherstellung öffentlicher Ordnung,
      insbesondere bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.
    7. jene, die im öffentlichen Gesundheitsdienst oder in besonders relevanter Position zur
      Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur tätig sind.
    8. jene, die in Obdachlosenunterkünfte oder Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von
      Asylbewerbern, vollziehbar Ausreisepflichtigen, Flüchtlingen und Spätaussiedlern (§ 36 Absatz 1
      Nummer 3 oder 4 des Infektionsschutzgesetz) untergebracht oder tätig sind.

  • Personen mit erhöhter Priorität für Schutzimpfungen sind jene:

    1. jene, die das 60. Lebensjahr vollendet haben.
    2. jene, bei denen ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer
      Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht (Personen mit Adipositas, chronischer
      Nierenerkrankung, chronischer Lebererkrankung, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Diabetes
      mellitus, einer Herzinsuffizienz, Arrhythmie, einem Vorhofflimmern, einer koronaren Herzkrankheit
      oder arterieller Hypertension, zerebrovaskulären Erkrankungen oder Apoplex, Krebserkrankungen,
      COPD oder Asthma bronchiale, Autoimmunerkrankungen oder rheumatischen Erkrankungen).
    3. jene, die in besonders relevanter Position in staatlichen Einrichtungen tätig sind, insbesondere in den
      Verfassungsorganen, in den Regierungen und Verwaltungen, bei den Streitkräften, bei der Polizei, beim
      Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz einschließlich Technisches Hilfswerk und in der Justiz.
    4. jene, die in besonders relevanter Position in weiteren Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen
      Infrastruktur tätig sind, insbesondere im Apothekenwesen, in der Pharmawirtschaft, in der
      Ernährungswirtschaft, in der Wasser- und Energieversorgung, in der Abwasserentsorgung und
      Abfallwirtschaft, im Transport- und Verkehrswesen sowie in der Informationstechnik und im
      Telekommunikationswesen.
    5. jene, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit niedrigem Expositionsrisiko in Bezug auf das
      Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind.
    6. jene, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind.
    7. jene, die als Erzieher oder Lehrer tätig sind.
    8. jene mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen.

Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Impfverordnung – CoronaImpfV) vom 18.12.2020
Link zur Impfverordnung

Themen des DEKV

Politik & Recht

Das deutsche Gesundheitswesen und der Krankenhausmarkt sind stark reguliert. Krankenhäuser als Leistungserbringer sind unverzichtbares Element des Gesundheitswesens. Sie nehmen eine wichtige Schlüsselfunktion bei der Sicherung qualifizierter Gesundheitsversorgung ein und sind Teil der Daseinsvorsorge. Ziel vieler gesundheitspolitischer Gesetzesvorhaben sind effiziente Versorgungsstrukturen und eine qualifizierte stationäre Patientenversorgung zu schaffen. Notwendig ist, die deutsche Krankenhauslandschaft zukunftsfest zu gestalten. Mit dem Krankenhausstrukturgesetz (2016) und der Einführung des Strukturfonds hat die Politik erste Schritte vollzogen.

Vulnerable Patientengruppen

Es gibt Patientengruppen, die besonders viel Zeit, Aufmerksamkeit und Ressourcen in der stationären Behandlung beanspruchen. Dazu zählen:
• Kognitiv Eingeschränkte, demenziell Erkrankte und Menschen mit Behinderungen
• Ältere Notfallpatienten
• Hochbetagte Patienten.

Ihre qualifizierte Versorgung in den Blick zu nehmen ist zentrales Anliegen evangelischer Krankenhäuser. Dabei ist besonders die vor- und nachstationäre Versorgung entscheidend. In der umfassenden Versorgung vulnerabler Patienten kommt das evangelisch-christliche Profil eines Krankenhauses zum Ausdruck. Das anwaltschaftliche Eintreten für eine qualifizierte Versorgung für diese Patientengruppen ist daher besonders bedeutsam.

Pflege

Pflegerische Versorgung und Leistungen im Krankenhaus sind essenziell und zentral für die Patientenbehandlung. Die Berufsgruppe der Pflegenden hat im Vergleich mit allen anderen Berufsgruppen den zeitlich höchsten Patientenkontakt. Sie steuern und managen komplexe Pflegeprozesse zunehmend für ältere multimorbide Patientinnen und Patienten.

Qualität

Qualität der Behandlung im Krankenhaus nimmt seit jeher eine wichtige Rolle ein. Mit dem Krankenhausstrukturgesetz (2016) ist dies nochmals von der Politik bekräftigt worden. So sollen beispielsweise Maßnahmen wie die Einführung von Mindestmengen für bestimmte Behandlungen oder Personalmindestzahlen für pflegesensitive Bereiche die Qualität messbar machen.

Ethik & Seelsorge

Konstituierend für evangelische Krankenhäuser ist die ethische Reflexion des medizinischen, pflegerischen, therapeutischen wie auch unternehmerischen Handelns. Der Krankenhausalltag bringt immer auch ethische Dilemmata mit sich. Das diakonische Dreieck von Wirtschaftlichkeit, Professionalität und Ethik muss dann immer wieder neu ausbalanciert werden. Unabdingbar sind Dialoge über klinische, pflegerische und unternehmerische Ethik im Krankenhaus aktiv zu fördern. Ziel ist es, ethisch verantwortete Entscheidungen für Handelnde und Betroffenen zu erreichen.

Dabei sind das Wohl und die Gesundheit der Menschen höchstes Ziel des medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Handelns. Seelsorgerliche Betreuung im Krankenhaus ermöglicht es den Erkrankten durch die Zuwendung von Menschen die Annahme durch Gott zu erfahren. Die spirituelle und religiöse Dimension des Menschseins in den Krankenhausalltageinzubringen, ist Aufgabe der Krankenhausseelsorger. Die Würde des Menschen in der Ausnahmesituation Krankheit gilt es zu bewahren.

Krankenhausfinanzierung und -planung

Krankenhäuser finanzieren sich dual: Die Länder sind für die Investitionsfinanzierung zuständig und die Krankenkassen erstatten die laufenden Betriebskosten und Sachkosten im Rahmen der Krankenhausvergütung über das G-DRG System. Staatliche Förderung für Investitionen nach dem Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) haben Krankenhäuser, die im Krankenhausplan des jeweiligen Landes aufgenommen sind. Förderfähig sind Neubauten von Krankenhäusern, wenn sie in ein Investitionsprogramm des Landes aufgenommen sind.
Gesundheitspolitische Vorhaben, die Erstattungstatbestände für die Krankenhausleistungen berühren, führen meist zur Änderung der Finanzierungs- und Erlössituation der Krankenhäuser und ihrer Geschäftsmodelle. Über das DRG-System (Diagnosis Related Groups) nach § 17b Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) werden voll- und teilstationären Leistungen der somatischen Krankenhäuser vergütet. Da das DRG-System nicht bruchlos ist, sind von der Politik Zuschläge (bspw. für Sicherstellung, Notfallstufen, Zentren) als zusätzliche Möglichkeiten für eine Finanzierung eingeführt worden, zuletzt mit dem Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) und dem Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG). So sollen beispielsweise ab dem Jahr 2020 bedarfsnotwendige Krankenhäuser im ländlichen Raum einen pauschalen Sicherstellungszuschlag i.H.v. 400.000 Euro pro Krankenhaus erhalten. Die Kriterien für eine Bedarfsnotwendigkeit legen die DKG und der GKV-SV gemeinsam fest.