Covid-19-Impfungen: Der DEKV informiert in Zusammenarbeit mit gesundheitsinformation.de des IQWiG

4. April 2021 in DEKV und IQWiG
Krankenhausplanung

Themen des DEKV

Auf einen Blick

gesundheitsinformation.de

Informationen zur Covid-19-Impfung

Der Impfstoff Comirnaty (BNT162b2, Biontech / Pfizer) zur Impfung gegen Corona

Comirnaty ist ein Impfstoff gegen das Corona-Virus SARS-CoV-2. Der Impfstoff wurde bislang in einer Studie mit etwa 43.500 Teilnehmenden erprobt. Nach den Ergebnissen kann er vor Covid-19 schützen, der Erkrankung durch dieses Virus. Vorübergehende Nebenwirkungen der Impfungen wie Schmerzen an der Einstichstelle, Fieber, Kopfschmerzen oder Muskel- oder Gelenkschmerzen sind zwar häufig, bleiben aber meist leicht. Viele Fragen zur längerfristigen Wirkung des Impfstoffs lassen sich im Moment noch nicht beantworten.

Weitere Informationen

Der Impfstoff Moderna (mRNA-1273, Moderna Biotech) zur Impfung gegen Corona

Moderna (“Covid-19 Vaccine Moderna”) ist ein Impfstoff gegen das Coronavirus SARS-CoV-2. Der Impfstoff wurde bislang in einer Studie mit etwa 30.000 Teilnehmenden erprobt. Nach den Ergebnissen kann er vor Covid-19 schützen, der Erkrankung durch dieses Virus. Vorübergehende Nebenwirkungen der Impfungen wie Schmerzen an der Einstichstelle, Fieber, Kopfschmerzen oder Muskel- oder Gelenkschmerzen sind zwar häufig, bleiben aber meist leicht. Viele Fragen zur längerfristigen Wirkung des Impfstoffs lassen sich im Moment noch nicht beantworten.

Weitere Informationen

Der Impfstoff AstraZeneca (AZD1222, AstraZeneca) zur Impfung gegen Corona

Der Impfstoff von AstraZeneca („COVID-19 Vaccine AstraZeneca“) ist ein Impfstoff gegen das Corona-Virus SARS-CoV-2. Der Impfstoff wurde bislang in vier Studien mit knapp 24.000 Teilnehmenden erprobt. Nach den Ergebnissen kann er vor Covid-19 schützen, der Erkrankung durch dieses Virus.
Vorübergehende Nebenwirkungen der Impfungen wie Schmerzen an der Einstichstelle, und Beschwerden wie Fieber, Kopfschmerzen oder Muskelschmerzen sind zwar häufig, bleiben aber meist leicht. Viele Fragen zur längerfristigen Wirkung des Impfstoffs lassen sich im Moment noch nicht beantworten.

Seit dem 30. März 2021 empfiehlt die Ständige Impfkommission den Impfstoff nur noch für Personen über 60 Jahre.

Weitere Informationen

Der Impfstoff Janssen (Janssen-Cilag, Johnson und Johnson) zur Impfung gegen Corona

Der Impfstoff Janssen (Ad26.COV2.S, Janssen-Cilag/Johnson und Johnson) ist ein Impfstoff gegen das Corona-Virus SARS-CoV-2. Der Impfstoff wurde bislang in einer Studie mit etwa 44.000 Teilnehmenden erprobt. Nach den Ergebnissen kann er vor Covid-19 schützen, der Erkrankung durch dieses Virus. Vorübergehende Nebenwirkungen der Impfungen wie Schmerzen an der Einstichstelle und Beschwerden wie Kopf- und Muskelschmerzen sowie Fieber sind zwar häufig, bleiben aber meist leicht. Viele Fragen zur längerfristigen Wirkung des Impfstoffs lassen sich im Moment noch nicht beantworten.

Weitere Informationen

Impfpriorität

  • Personen mit höchster Priorität für Schutzimpfungen sind:

    1. jene, die das 80. Lebensjahr vollendet haben.

    2. jene, die in stationären oder teilstationären Einrichtungen sowie in ambulant betreuten Wohngruppen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder  pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind.

    3. jene, die im Rahmen ambulanter Dienste regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen, sowie Personen, die im Rahmen der ambulanten Pflege Begutachtungs- oder Prüftätigkeiten ausüben.

    4. jene, die regelmäßig Schutzimpfungen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 durchführen oder in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr  hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind,  insbesondere auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung sowie in Bereichen, in denen für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten durchgeführt werden.

    5. jene, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht, insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin oder im Rahmen der Behandlung schwer immunsupprimierter Patienten.

  • Personen mit hoher Priorität für Schutzimpfungen sind:

    1. jene, die das 70. Lebensjahr vollendet haben.

    2. jene, bei denen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht. Dies sind Personen
    • mit Trisomie 21 oder einer Conterganschädigung,
    • nach Organtransplantation,
    • mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung, insbesondere bipolare Störung, Schizophrenie oder schwere Depression,
    • mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen,
    • mit interstitieller Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose oder einer ähnlichen schweren chronischen Lungenerkrankung,
    • mit Muskeldystrophien oder vergleichbaren neuromuskulären Erkrankungen,
    • mit Diabetes mellitus mit Komplikationen,
    • mit Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung,
    • mit chronischer Nierenerkrankung,
    • mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 40),
    • bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht.

    3. bis zu zwei enge Kontaktpersonen von
    • einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person nach den Nummern 1 und 2 (Gruppe: hohe Prorität) und nach § 2 Absatz 1 Nummer 1 (Gruppe: höchste Priorität), die von dieser Person oder von einer sie vertretenden Person bestimmt werden.
    • einer schwangeren Person, die von dieser Person oder von einer sie vertretenden Person bestimmt werden.

    4. jene, die in stationären oder teilstationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege geistig oder psychisch behinderter Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Dienste regelmäßig geistig oder psychisch behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen.

    5. jene, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen oder im Rahmen der Ausübung eines Heilberufes mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem unmittelbarem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und Personen, die regelmäßig zum Zwecke der Diagnostik des Coronavirus SARS-CoV-2 Körpermaterial entnehmen.

    6. Polizei- und Einsatzkräfte, die in Ausübung ihrer Tätigkeit zur Sicherstellung der öffentlichen Ordnung, insbesondere bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind, sowie Soldatinnen und Soldaten, die bei Einsätzen im Ausland einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.

    7. jene, die in Auslandsvertretungen der Bundesrepublik Deutschland oder für das Deutsche Archäologische Institut an Dienstorten mit unzureichender gesundheitlicher Versorgung tätig und infolgedessen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.

    8. jene, die im Ausland für deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen an Orten mit unzureichender gesundheitlicher Versorgung tätig und infolgedessen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.

    9. jene, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege, in Grundschulen, Sonderschulen oder Förderschulen tätig sind.

    10. jene, die im öffentlichen Gesundheitsdienst oder in besonders relevanter Position zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur tätig sind.

    11. jene, die in Einrichtungen nach § 36 Absatz 1 Nummer 3 oder Nummer 4 des Infektionsschutzgesetzes oder in sonstigen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe oder in Frauenhäusern untergebracht oder tätig sind.

    12. jene, die im Rahmen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45a des Elften Buches Sozialgesetzbuch regelmäßig bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen tätig sind.

  • Personen mit erhöhter Priorität für Schutzimpfungen sind:

    1. jene, die das 60. Lebensjahr vollendet haben.

    2. jene, bei denen ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht. Dies sind Personen
    • mit behandlungsfreien in Remission befindlichen Krebserkrankungen,
    • mit Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen oder rheumatologische Erkrankungen,
    • mit einer Herzinsuffizienz, Arrhythmie, einem Vorhofflimmern, einer koronaren Herzkrankheit oder arterieller Hypertonie,
    • mit zerebrovaskulären Erkrankungen, Apoplex oder einer anderen chronischen neurologischen Erkrankung,
    • mit Asthma bronchiale,
    • mit chronisch entzündlicher Darmerkrankung,
    • mit Diabetes mellitus ohne Komplikationen,
    • mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 30),
    • bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht.

    3. bis zu zwei enge Kontaktpersonen von einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person nach den Nummern 1 und 2 (Gruppe: erhöhte Priorität), die von dieser Person oder von einer sie vertretenden Person bestimmt werden.

    4. jene, die
    • Mitglieder von Verfassungsorganen sind,
    • in besonders relevanter Position in den Verfassungsorganen, in den Regierungen und Verwaltungen, bei der Bundeswehr, bei der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz einschließlich des Technischen Hilfswerks, in der Justiz und Rechtspflege tätig sind,
    • in besonders relevanter Position im Ausland bei den deutschen Auslandsvertretungen, für deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen tätig sind,
    • als Wahlhelfer tätig sind.

    5. jene, die in besonders relevanter Position in weiteren Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur tätig sind, insbesondere im Apothekenwesen, in der Pharmawirtschaft, im Bestattungswesen, in der Ernährungswirtschaft, in der Wasser- und Energieversorgung, in der Abwasserentsorgung und Abfallwirtschaft, im Transport- und Verkehrswesen sowie in der Informationstechnik und im Telekommunikationswesen.

    6. jene, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit niedrigem Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere in Laboren, und Personal, das keine Patientinnen oder Patienten betreut.

    7. jene, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind.

    8. jene, die in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und in Schulen, die nicht von § 3 Absatz 1 Nummer 9 (Kinderbetreuungseinrichtungen, Kindertagespflege, Grundschulen, Sonderschulen, Förderschulen) erfasst sind, tätig sind.

    9. jene bei denen aufgrund ihrer Arbeits- oder Lebensumstände ein deutlich erhöhtes Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht.

Auf Grundlage der jeweils vorliegenden infektiologischen Erkenntnisse, der jeweils aktuellen Empfehlung der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut und der epidemiologischen Situation vor Ort können bestimmte anspruchsberechtigte Personen vorrangig berücksichtigt werden.

Sofern Impfstoffe von der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut für bestimmte Personengruppen empfohlen werden, sollen diese Personengruppen vorrangig mit diesen Impfstoffen versorgt werden.

Von der Reihenfolge kann abgewichen werden, wenn dies für eine effiziente Organisation der Schutzimpfungen oder eine zeitnahe Verwendung vorhandener Impfstoffe notwendig ist, insbesondere um einen Verwurf von Impfstoffen zu vermeiden.

Von der Reihenfolge kann zudem abgewichen werden, um eine dynamische Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 aus hochbelasteten Grenzregionen sowie in oder aus Gebieten mit besonders hohen Inzidenzen in der Bundesrepublik Deutschland zu verhindern.

Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Impfverordnung – CoronaImpfV) vom 01.04.2021
Link zur Impfverordnung

Themen des DEKV

Politik & Recht

Das deutsche Gesundheitswesen und der Krankenhausmarkt sind stark reguliert. Krankenhäuser als Leistungserbringer sind unverzichtbares Element des Gesundheitswesens. Sie nehmen eine wichtige Schlüsselfunktion bei der Sicherung qualifizierter Gesundheitsversorgung ein und sind Teil der Daseinsvorsorge. Ziel vieler gesundheitspolitischer Gesetzesvorhaben sind effiziente Versorgungsstrukturen und eine qualifizierte stationäre Patientenversorgung zu schaffen. Notwendig ist, die deutsche Krankenhauslandschaft zukunftsfest zu gestalten. Mit dem Krankenhausstrukturgesetz (2016) und der Einführung des Strukturfonds hat die Politik erste Schritte vollzogen.

Vulnerable Patientengruppen

Es gibt Patientengruppen, die besonders viel Zeit, Aufmerksamkeit und Ressourcen in der stationären Behandlung beanspruchen. Dazu zählen:
• Kognitiv Eingeschränkte, demenziell Erkrankte und Menschen mit Behinderungen
• Ältere Notfallpatienten
• Hochbetagte Patienten.

Ihre qualifizierte Versorgung in den Blick zu nehmen ist zentrales Anliegen evangelischer Krankenhäuser. Dabei ist besonders die vor- und nachstationäre Versorgung entscheidend. In der umfassenden Versorgung vulnerabler Patienten kommt das evangelisch-christliche Profil eines Krankenhauses zum Ausdruck. Das anwaltschaftliche Eintreten für eine qualifizierte Versorgung für diese Patientengruppen ist daher besonders bedeutsam.

Pflege

Pflegerische Versorgung und Leistungen im Krankenhaus sind essenziell und zentral für die Patientenbehandlung. Die Berufsgruppe der Pflegenden hat im Vergleich mit allen anderen Berufsgruppen den zeitlich höchsten Patientenkontakt. Sie steuern und managen komplexe Pflegeprozesse zunehmend für ältere multimorbide Patientinnen und Patienten.

Qualität

Qualität der Behandlung im Krankenhaus nimmt seit jeher eine wichtige Rolle ein. Mit dem Krankenhausstrukturgesetz (2016) ist dies nochmals von der Politik bekräftigt worden. So sollen beispielsweise Maßnahmen wie die Einführung von Mindestmengen für bestimmte Behandlungen oder Personalmindestzahlen für pflegesensitive Bereiche die Qualität messbar machen.

Ethik & Seelsorge

Konstituierend für evangelische Krankenhäuser ist die ethische Reflexion des medizinischen, pflegerischen, therapeutischen wie auch unternehmerischen Handelns. Der Krankenhausalltag bringt immer auch ethische Dilemmata mit sich. Das diakonische Dreieck von Wirtschaftlichkeit, Professionalität und Ethik muss dann immer wieder neu ausbalanciert werden. Unabdingbar sind Dialoge über klinische, pflegerische und unternehmerische Ethik im Krankenhaus aktiv zu fördern. Ziel ist es, ethisch verantwortete Entscheidungen für Handelnde und Betroffenen zu erreichen.

Dabei sind das Wohl und die Gesundheit der Menschen höchstes Ziel des medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Handelns. Seelsorgerliche Betreuung im Krankenhaus ermöglicht es den Erkrankten durch die Zuwendung von Menschen die Annahme durch Gott zu erfahren. Die spirituelle und religiöse Dimension des Menschseins in den Krankenhausalltageinzubringen, ist Aufgabe der Krankenhausseelsorger. Die Würde des Menschen in der Ausnahmesituation Krankheit gilt es zu bewahren.

Krankenhausfinanzierung und -planung

Krankenhäuser finanzieren sich dual: Die Länder sind für die Investitionsfinanzierung zuständig und die Krankenkassen erstatten die laufenden Betriebskosten und Sachkosten im Rahmen der Krankenhausvergütung über das G-DRG System. Staatliche Förderung für Investitionen nach dem Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) haben Krankenhäuser, die im Krankenhausplan des jeweiligen Landes aufgenommen sind. Förderfähig sind Neubauten von Krankenhäusern, wenn sie in ein Investitionsprogramm des Landes aufgenommen sind.
Gesundheitspolitische Vorhaben, die Erstattungstatbestände für die Krankenhausleistungen berühren, führen meist zur Änderung der Finanzierungs- und Erlössituation der Krankenhäuser und ihrer Geschäftsmodelle. Über das DRG-System (Diagnosis Related Groups) nach § 17b Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) werden voll- und teilstationären Leistungen der somatischen Krankenhäuser vergütet. Da das DRG-System nicht bruchlos ist, sind von der Politik Zuschläge (bspw. für Sicherstellung, Notfallstufen, Zentren) als zusätzliche Möglichkeiten für eine Finanzierung eingeführt worden, zuletzt mit dem Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) und dem Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG). So sollen beispielsweise ab dem Jahr 2020 bedarfsnotwendige Krankenhäuser im ländlichen Raum einen pauschalen Sicherstellungszuschlag i.H.v. 400.000 Euro pro Krankenhaus erhalten. Die Kriterien für eine Bedarfsnotwendigkeit legen die DKG und der GKV-SV gemeinsam fest.